Zum Artikel „Die Gefahr der Kettensäge“ in der WZ vom 20.April 2007, Seite 20

In Ihrem Artikel wird leider der Eindruck vermittelt, das mit der beschriebenen Ausbildung an der Kettensäge der tödliche Unfall unseres Kameraden der Feuerwehr Tönisvorst bei dem Sturm Kyrill hätte vermieden werden können.

Dies können wir, auch im Angedenken unseres im Feuerwehreinsatz tödlich verunfallten Kameraden Thomas Grumbach, so nicht unwidersprochen stehen lassen.

Hierzu möchte ich deutlich klarstellen:

Der verunfallte Kamerad hatte eine qualifizierte Aus- und Fortbildung im Umgang mit der Kettensäge und viele Jahre intensive Erfahrung im Kettensägeneinsatz.

Zum Unfallhergang: Bei dem Unfall war die Drehleiter der Freiw. Feuerwehr Tönisvorst auf einer dringenden Einsatzfahrt. Hierbei wurde am Feldburgweg die Weiterfahrt durch einen quer über der Fahrbahn liegenden umgestürzten Baum gestoppt. Die Drehleiter-Besatzung hatte in fachlich einwandfreier Vorgehensweise die Beseitigung des Hindernisses mit der Motorsäge begonnen.

Während dieser Arbeiten entwurzelte eine plötzlich auftretende Orkanböe eine neben der Straße stehende Pappel und drückte diese genau auf die Einsatzstelle. Der Kamerad wurde tödlich getroffen. Solche tragischen Unfälle sind leider durch keinerlei Ausbildung zu verhindern !

Im übrigen werden im Kreis Viersen schon seit vielen Jahren unsere freiwilligen Feuerwehrleute qualifiziert im Umgang mit Kettensägen geschult. Die bewährte Ausbildung erfolgt durch erfahrene Ausbilder in mehrtägigen Wochenendschulungen und jährlichen Wiederholungslehrgängen. Diese Ausbildung ist sicherlich vergleichbar mit der in Ihrem Artikel beschriebenen in der Stadtförsterei Viersen.

Hermann Snellen – Stadtbrandinspektor der Freiw. Feuerwehr Tönisvorst


 

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